Eine Welt ohne Werbung, Banken oder Versicherungen?

Eine Wirtschaft, die ohne Geld funktioniert, braucht viele Unternehmen nicht mehr oder mindestens nicht mehr im gleichen Umfang.

Du arbeitest bei einer Bank, einer Versicherung, Werbeagentur, Steuerberatung, beim Finanzamt, Vorsorgeeinrichtung, der Sozialhilfe oder hast sonst irgendwie mit Geld zu tun? Dann gehörst du dem grossen Wirtschaftskreis an. Es kann sein, dass deine Arbeit in einer geldlosen Wirtschaft nicht mehr oder immer weniger gebraucht wird. Trotzdem ist wichtig, dass du in der ersten Übergangsphase weiterarbeiten gehst und dich mit deinen Arbeitskolleg:innen darüber austauscht, wo es euch noch braucht und wo nicht. Das hängt vor allem davon ab, ob eure Dienstleistungen oder Produkte im Inland oder auch im Ausland nachgefragt werden.

Besonders wichtig: Werden eure Dienstleistungen oder Produkte im Ausland weiterhin gebraucht, so macht ihr eine wichtige Arbeit, die die Aussenhandelsbilanz der Volkswirtschaft verbessert: Das ist ein elementarer Teil unserer Einbindung in die Weltwirtschaft und wird benötigt, damit wir die Dinge im Ausland besorgen können, die wir innerhalb der Schweiz nicht herstellen können.

Empfindest du deine Arbeit als überflüssig, so nimm dir Zeit, um zu überlegen, ob deine Arbeit gesellschaftlich wirklich nicht mehr notwendig ist. Sprich mit deinen Arbeitskolleg:innen, deinen Freund:innen und deiner Familie darüber. Wenn du zum Ergebnis kommst, dass deine Arbeit keinen Sinn mehr hat, so hast du die Freiheit, dir zu überlegen, wo du dich neuerdings einbringen willst. Bestimmt gibt es Branchen, die weitere Arbeitskräfte dringend brauchen und sich auf deine Hilfe freuen. Vielleicht findest du in deiner neuen Beschäftigung sogar mehr Sinn als in deinem alten Job, weil du weisst, dass deine Arbeit jetzt wirklich direkt von Nutzen ist. Vielleicht brauchst du aber auch erst einfach mal eine längere Pause?

Durch die grosse Anzahl von neuen Arbeitskräften aus dem grossen Wirtschaftskreis für den kleinen Kreis (Realwirtschaft) wird sich die wöchentliche Arbeitszeit wahrscheinlich bemerkenswert verkleinern. Wir gehen davon aus, dass zwei bis drei Tage Arbeit pro Woche pro Person ausreichen werden, um alle Menschen zu versorgen.

 

Impressum: Institut für Gratiskultur, 3322 Urtenen-Schönbühl, www.gratiskult.ch, Kontakt: hallo@gratiskult.ch

Im Sinne der Gratiskultur haben wir uns hemmlungslos bei diversen Quellen für diese Texte bedient, sie weiterbearbeitet und verändert. Im Gegenzug darf mit diesen Texten gerne ebenso verfahren werden.

 

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