Wie funktionieren Import und Export?

Natürlich können wir in der Schweiz nicht alle Güter, Materialien, Geräte und Maschinen herstellen, die die Bevölkerung und die Unternehmen brauchen. Unsere Wirtschaft muss also global vernetzt bleiben. Das ist auch kein Problem. Im Folgenden zeigen wir beispielhaft auf, wie wir auch in einer geldbefreiten Schweiz im Ausland einkaufen oder Dinge über Landesgrenzen hinweg verkaufen.

Für Konsumierende macht es nur einen Unterschied, ob die Wirtschaft in der Schweiz mit oder ohne Geld funktioniert: Am Ende des Kaufvorgangs ist kein Geld nötig. Und wahrscheinlich würden wir bald nicht mehr „kaufen“ sagen. Konkret: Ich gehe in einen Laden meiner Wahl oder surfe im Onlineshop meiner Wahl, wie ich das heute auch tue. Ich wähle die Produkte, die ich gerne hätte, lege sie in den Einkaufskorb. Ich packe die Produkte ein oder klicke auf bestellen. Und das wars. Ich nehme die Sachen mit nach Hause oder warte auf die Lieferung. Bezahlen muss ich nichts.

Der Onlineshop oder der Laden, in dem ich einkaufen war, muss die von der Bevölkerung gewünschten Produkte höchstwahrscheinlich im Ausland (nach-)bestellen. Das läuft fast gleich wie heutzutage auch. Die Einkaufsabteilung macht eine ganz normale Bestellung bei seinen Lieferant:innen, um Ressourcen, Materialien, Halbfertigungen oder fertige Produkte und Maschinen zu kaufen.

Der Unterschied ist der, dass die Bezahlung der Lieferung nicht direkt vom Unternehmen selbst übernommen wird, sondern von einer Bezahlstelle.

Diese Bezahlstellen sind die Aussenhandelsschnittstellen der Schweizer Volkswirtschaft. Sie bezahlen die Rechnungen von Unternehmen oder auch von Einzelpersonen, die Dinge im Ausland einkaufen. Das nötige Geld dafür fliesst über Exporte von Schweizer Produkten und Dienstleistungen zu den Bezahlstellen.

Die Schweiz hat zahlreiche Unternehmen, die unter anderem oder sogar ausschliesslich für die ausländische Nachfrage Dinge produzieren. Das werden sie weiterhin tun, aber wohl mit noch höherer Qualität aber weniger Lohnkosten (es arbeiten ja alle gratis) als anhin.

Sobald Waren ins Ausland verkauft werden, stellt das Unternehmen entsprechend Rechnung an das belieferte Unternehmen oder die Privatperson. So weit so normal. Die Bezahlung fliesst dann aber nicht zum Unternehmen, sondern zu einer der Bezahlstellen, die dadurch wieder Geld erhalten, das für Importe eingesetzt werden kann.

Damit immer genügend Geld für den weltweiten Einkauf von Gütern, Ressourcen, Produkten, Maschinen, Geräten, etc. vorhanden ist, muss die Schweizer Volkswirtschaft ausreichend Dinge in alle Welt verkaufen. Genau gleich, wie sie das heute auch tut.

So lange wir mehr Dinge verkaufen als einkaufen, haben wir keine Probleme.

Wenn wir mehr einkaufen als verkaufen, müssen Lösungen dafür gefunden werden. Beispielsweise müssen die Preise für unsere Exportprodukte erhöht werden. Oder wir versuchen den Eigenversorgungsgrad zu erhöhen. Beides sollte nicht allzu schwer sein, da wir im Gegensatz zu anderen Ländern keine Lohnkosten mehr haben und so viel günstiger aber mit höherer Qualität produzieren können als die Konkurrenz.

Impressum: Institut für Gratiskultur, 3322 Urtenen-Schönbühl, www.gratiskult.ch, Kontakt: hallo@gratiskult.ch

Im Sinne der Gratiskultur haben wir uns hemmlungslos bei diversen Quellen für diese Texte bedient, sie weiterbearbeitet und verändert. Im Gegenzug darf mit diesen Texten gerne ebenso verfahren werden.

 

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